Die vereiste Schleuse

 

RÜCKFÜHRUNG  IN  EIN  ANDERES  LEBEN

 

Die vereiste Schleuse

Fast abgestürzt!

Vor vielen Jahren kam eine Mutter mit ihrem 12 jährigen Sohn zu mir. Sie berichtete, dass seine Angst vor Schleusen besonders auffällig sei.
Nach einem Besuch in Appelbek am See – wer sich dort auskennt, weiß das es neben dem Restaurant eine kleine Schleusenanlage gibt, die das Wasser der kleinen Seenlandschaft reguliert – kam die Familie an eben dieser Schleuse vorbei und Simon (Name geändert) blickte in das sprudelnde Wasser hinunter. Nachdem er dort eine Weile stand und in das Wasser blickte, wurde ihm plötzlich sehr schwindelig. Das Wasser zog ihn so magisch an, dass er fast nicht widerstehen konnte!
Glücklicherweise hielt das brusthohe Geländer ihn zurück, sonst wäre er unweigerlich auf die ca. 3 Meter tiefere Absperrung gestürzt.
Nach diesem Vorfall war er einigermaßen verstört und warf seiner Mutter vor, dass sie ihn nicht lieben würde! Sie vernachlässige ihn und kümmere sich mehr um die  a n d e r e n  Geschwister. Das war ausgesprochen erstaunlich, denn der Junge hatte nur  e i n e  Schwester!
Da es keinen Anhaltspunkt für dieses Ereignis in seinem bisherigen Leben gab, beschloss die Mutter zu anderen Maßnahmen zu greifen und kam zu mir.

Ungeliebtes Adoptivkind?

In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass der junge Mann keinerlei Idee hatte, woher diese Angst und sein Verhalten nach dem Erlebnis gekommen sein könnten. Er versicherte, dass er liebevolle Eltern hätte, obwohl ihn manchmal das Gefühl beschlich, dass etwas mit ihnen nicht stimmte.

Tatsächlich erzählte die Mutter von einer frühen kuriosen Idee ihres Sohnes. Als er jünger war, so ca. 8 oder 9 Jahre alt, verfolgte er einen Fernsehbericht, indem es um Adoptivkinder ging. Ausführlich wurde dort von dem Gefühl der Kinder gesprochen, sich fremd in der eigenen Familie zu fühlen, scheinbar ungeliebt zu sein oder von Erinnerungen geplagt zu werden, welche die Adoptivkinder nicht einordnen konnten. Das ging so lange, bis deren Eltern das Geheimnis der Adoption gelüfteten.
Seit diesem Fernsehbericht war Simon fest davon überzeugt, das er adoptiert worden sei und nichts konnte ihn davon abbringen!

Er beschuldigte seine „Adoptiveltern“, im nicht die Wahrheit sagen zu wollen, was für Mutter und Vater sehr schmerzlich war. Auch konnten ihn früh gemachte Fotos und Videofilme von ihm und den anderen Familienmitgliedern nicht überzeugen.
Das Leben ging weiter und dieser Vorfall geriet in Vergessenheit bis……..zum Besuch an der Schleuse. Dort begegnete ihm das alte Gefühl wieder!

13 Geschwister

Nach diesem Vorgespräch begannen wir die Rückführung  – natürlich ohne die Mutter.
Ich bat Simon, sich – obwohl es sicher unangenehm war – genau an den Moment bei der Schleuse in Appelbek zu erinnern und sein Unbehagen zu spüren.
Nachdem er langsam in die andere Ebene „abtauchte“ und ich ihn immer tiefer dorthin führte, begannen die Bilder „aufzutauchen“ und er berichtete:

– ein Holzfußboden – wenige, enge Räume – viele ärmlich gekleidete Kinder toben und streiten dort –

„Wo bist Du jetzt?“ – „Zuhause, aber ich bin nicht hier.“

– Kälte – es ist zum Zittern kalt – Winter – draußen – Wasser plätschert –

„Sieh Dich genau um, wo bist Du?“

– Gitterstäbe, die vereist sind – Schnee – Eiszapfen – kleiner Bach – ich bin tot – liege hier schon lange, tagelang – niemand sucht mich – niemand vermisst mich – bin hinuntergestürzt, als ich hier gespielt habe  –  keiner liebt mich, denn ich werde nicht vermisst – bin traurig –

Simon weint tatsächlich in dieser Situation, bleibt aber mit gutem Zureden im Geschehen. Das ist wichtig bei einer Rückführung. Sie ist erst beendet, wenn das Leid erkannt und aufgelöst ist. Sonst hört das Leiden nicht auf! Alles andere ist nur Sensationslust.

„Gehe im Geiste nach Hause. Frage Deine Eltern, warum sie Dich nicht suchen.“

– eine warme Küche – Frau mit langen Röcken und vielen langen Haaren steht am Herd und kocht – der Herd ist groß und drinnen brennt ein Feuer –
sie haben mich überall gesucht und sind furchtbar traurig – sie vermuten, dass ich weggelaufen bin – viel Streit mit meinen 13 Geschwistern –

„Kannst Du ihr das glauben?“

– meine Mutter weint – sie ist ehrlich – sie liebt mich wie alle ihre Kinder, sagt sie – Vater ist unterwegs zur Arbeit – weiß nicht wo – sie drückt mich und hält mich lange umarmt – jemand kommt – man hat meinen Körper in der vereisten Schleuse gefunden!

Hier war die Rückführung beendet und die Bilder verschwanden wieder.
Man möge mir verzeihen, dass dieser Bericht nur eine Kurzfassung der damaligen Rückführung ist, da ich währenddessen nicht mitschreiben konnte und alles aus der Erinnerung schreibe. Aber ich denke, das Wesentliche ist hier klar geworden.

Bei einer Rückführung sind die Lösung, der Frieden,
die Erkenntnis und das Verzeihen am Wichtigsten, damit es dem Klienten wieder gut geht.

Simon weiß jetzt, dass seine leiblichen Eltern tatsächlich seine Eltern in diesem Leben sind. Er hat verstanden woher seine widersprüchlichen Gefühle kamen und auch erkannt, dass er damals – in seinem früheren Leben – nur  g l a u b t e  nicht geliebt zu werden – sich nur  e i n r e d e t e, dass ihn niemand
suchen würde!
Daraus folgte, dass sein Gefühl von  „nicht geliebt werden“ ein Irrtum aus einer anderen Zeit war und nicht zu dieser Familie gehörte. So konnte er langsam in diesem Leben glauben und fühlen, doch geliebt und gewollt zu sein. Er ging mit einem glücklichen Lächeln.

Ich kann nur sagen:“ Ich liebe diese Arbeit!“
Bis zum nächsten Mal
eure Matina Stolten

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http://www.energieerleben@matinastolten.de

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