Ungebetener Besuch im Kinderzimmer

KINDERERLEBNISSE

Vor vielen Jahren erlebte ich folgende Geschichte:

Eine Familie zog im Jahre 2000 in ein großes, schönes Haus. Diese Familie setzte sich aus Vater, Mutter, einem Jungen und einem Mädchen sowie einem kleinen schwarzen Hund zusammen.

Die Kinder bewohnten im ersten Stock dieses zweistöckigen Hauses je ein Zimmer zu Seiten des elterlichen Schlafzimmers. Merkwürdiger Weise war das Zimmer des kleinen Mädchens häufig viel wärmer und  stickiger, als die anderen Zimmer! Selbst ständiges Lüften, aufräumen, Staub entfernen
und manchmal auch räuchern, halfen diesem Umstand nicht ab.
Ein geräumiger Treppenaufgang zu den Stockwerken befand sich direkt neben dem Zimmer der siebenjährigen Sofie (*Name geändert) und sie schlief in einem Hochbett, welches direkt an der Wand stand, hinter der sich der Treppenaufgang befand.
Das schöne Mädchenzimmer war in zarten Farben gehalten und …wie es sich gehört….ständig in Unordnung. Holzklötze, ein Puppenhaus, halbangezogene Püppchen, Duplosteine von zerbröckelten Schlossbauten, ein rotes Stohhütchen, einige vereinsamte Söckchen, Buntstifte und vielerlei andere Dinge lagen herum, so dass es oft einen ungeschickt anmutenden Tanz benötigte, um heilen Fußes durch diese Spielzeuglandschaft zu staksen.

ZU  FEINE  ANTENNEN

Die kleine Sofie war ein zartes Persönchen von besonderer Art. Sie träumte gern und viel, nahm vielmehr Schwingungen und Gedanken aus ihrer Umwelt auf, als es nötig war und so machte sie manchmal den Eindruck von Nervosität oder Überreizung. Es tat ihr nicht gut, viele Menschen lange um sich zu haben, denn das strengte sie sehr an.

Sofie konnte sich schlecht vor den Eindrücken verschließen, die um sie herumflogen!
Manchmal machte sie das krank und sie musste sich mit einer Bronchitis aus dem alltäglichen Geschehen zurückziehen.

Die Ruhe zum Einzuschlafen stellte sich oft erst spät abends ein. Einen nassen Lappen auf die Augen, eine Geschichte oder ein Lied vor dem Schlafen gehen, ein ums andere Mal auf die Toilette gehen, gehörten zu den abendlichen Ritualen. Sie hatte Mühe, abends zur Ruhe zu kommen und das hing, wie sich später herausstellte, auch mit ihren Ängsten zusammen.

SCHWEBENDE  SCHWARZ – WEIßE  PUNKTE

Als wieder einmal so ein beschwerlicher Abend begann, erzählte die kleine Sofie ihrer Mutter von ihren Ängsten vor dem Schlafen gehen.
Sowie sie im Bett war und das Licht erlosch, erlebte sie ein Gefühl von Beklommenheit, ohne zu wissen, woher es kam. Es war ein Gefühl von „nicht-allein-sein“, von „etwas-ist-da-was-ich-nicht-sehen-kann“, aber irgendwie bedrohlich erschien!

„Da…aus der Ecke, kommen jeden Abend so Flecke oder Kugeln heraus geflogen! Schwarz und weiß sind sie, große und kleine Punkte.
Sie fliegen in einer Gruppe auf mich zu und ich habe Angst vor ihnen! „erzählte mir die Mutter später über Sofie`s Bericht.
Ein paar Tage danach sprach ich mit Sofie und fragte sie ein bißchen aus. Sie konnte mir aber nicht mehr darüber erzählen und ich schlug ihr vor, bei der nächsten Gelegenheit mit den „Punkten“ zu reden. Wer sie waren und was sie wollten, sollte sie in Erfahrung bringen, denn ich war mir sicher, dass es sich um die Wahrnehmung von energetischen Lebensformen handelte.
Sofie konnte scheinbar besonders abends in die feinstoffliche Welt blicken, ohne es bewusst zu wollen – das kann einem schon Angst machen!
Sie willigte also ein, mit den Punkten zu sprechen, obwohl sie Angst vor ihnen hatte.

VIELE  BUNTE  PUNKTE

Leider stellte sich heraus, dass die schwarz-weißen Kugeln nicht die Absicht hatten, sich zu erklären. Stattdessen kamen sie noch näher an Sofies Bett, so dass sie sich am liebsten unter der Bettdecke versteckt hätte. In diesem Gefühl von Angst und Unsicherheit schimpfte sie laut mit den Punkten und versuchte sie zu verscheuchen!

Dann plötzlich, wie aus dem Nichts tauchen viele bunte Kugeln auf, tanzten vor den schwarz-weißen und drängten sie zurück, bis diese nicht mehr zu sehen waren und…….Jemand sprach!

WILL  TRITT  AUF

Ja, Sofie erzählte mir, dass ihr an diesem Abend jemand antwortete. Er beruhigte sie, machte Scherze und meinte, die schwarz-weißen Punkte würden nicht wiederkommen.

Wenn sie wollte, würde er aber erscheinen und ihr Fragen beantworten, die sie ihm stellen könne.
Will, wie „die Stimme“ sich nannte, kam in Form von bunten Kugeln oder Punkten – immer dann, wenn Sofie sich ängstigte. Wenn sie Fragen hatte über die Dinge, die ihre Augen nicht sehen konnten, die sie aber ganz deutlich fühlte.
Mit der Zeit wurde Will zu einem Familienmitglied und er begleitete Sofie bis zu ihrer Pubertät. Als Freund, Ratgeber und Beschützer war er ihr oft eine große Hilfe.
Damals fragte ich sie, wo er denn jedesmal herkommen würde? Sie meinte: „Guck mal in die Ecke, wo meine Jacken hängen – dort wohnt er!“
Als Sofie dann älter wurde, brauche Will die Garderobe nicht mehr als „Wohnung“, er kam einfach, wenn sie sich auf ihn konzentrierte.

Während der Pubertät meldete sich ein neuer Helfer, den Sofie anfangs sehr schwer begreifen konnte und der Kontakt gestaltete sich als schwierig……aber das ist eine andere Geschichte!

Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass die empfindsame Sofie noch anderen feinstofflichen Besucher bekam, den sie nicht eingeladen hatte. Das erklärte uns später, warum das Zimmer in dem sie wohnte viel zu warm oder „dicht“ war – trotz lüften.
So ging die Familie dazu über, das Zimmer regelmäßig zu räuchern. Später tat sie es selbst, wenn es mal wieder „dicke Luft“ in ihrem Raum gab.

Ich werde sicherlich noch häufiger von der feinsinnigen Sofie erzählen, denn sie hat viele dieser Erlebnisse mit mir geteilt.
Vielen Dank fürs „Zuhören“.

 

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